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Freitag, 10.08.2018
Profis

Kann Hansa Rostock den Zweitliga-Aufstieg 2018/2019 schaffen?

Ist der Aufstieg ein Thema für Hansa? Für die Fans ist es immer ein Ziel. Foto: Joachim Kloock

Ist der Aufstieg ein Thema für Hansa? Für die Fans ist es immer ein Ziel. Foto: Joachim Kloock

Der Saisonstart ist schon einmal gründlich in die Hose gegangen. Am ersten Spieltag erlitt Hansa Rostock eine bittere 0:3-Klatsche bei Aufsteiger Energie Cottbus, einen vermeintlichen Konkurrenten um den Aufstieg in die zweite Liga. Auf dem letzten Tabellenplatz liegend, war einmal Wiedergutmachung angesagt. Denn das große Ziel – die zweite Bundesliga – wird auch in dieser Saison wieder angepeilt. Nach dem 2:0 Sieg gegen Zweitliga-Absteiger Braunschweig sind die Hoffnungen groß, dass auch im kommenden Spiel gegen Wehen Wiesbaden wieder drei Punkte geholt werden können.

Kader-Runderneuerung vor der Saison

Zwar konnte man nicht wirklich davon ausgehen, dass direkt am ersten Spieltag eine top eingespielte Mannschaft auf dem Platz steht. Dass es allerdings eine herbe Klatsche geben sollte, gefiel Trainer Pavel Dotchev gar nicht. Die große Runderneuerung des Kaders hat ihre Spuren hinterlassen. In der Sommerpause verpflichteten die Hanseaten 10 Spieler fest und liehen dazu noch Anton Donkor von der zweiten Mannschaft des VFL Wolfsburg und den Torwart Alexander Sebald von Lustenau aus der zweiten österreichischen Liga aus. Den zwölf Zugängen stehen dreizehn Abgänge gegenüber. Kein Wunder also, dass bei dieser hohen Spielerfluktuation eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigt wird.

Bülow-Wechsel soll beim Aufstieg helfen

Als letzter der zahlreichen Neuzugänge wurde Kai Bülow vom Karlsruher SC verpflichtet. Der Routinier soll dabei helfen, die ambitionierten Aufstiegsziele zu erreichen. Nach der schweren Knieverletzung von Oliver Hüsing könnte Bülow direkt die Rolle des Abwehrdirigenten übernehmen. Während er bei dem ersten Saisonspiel noch von der Bank kam, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Bülow in der kommenden Partie von Beginn an ran darf. Der gebürtige Rostocker kehrte in der Sommerpause zu seinem Ausbildungsverein zurück, bei dem er 2005 seinen ersten Profieinsatz feiern konnte. Über seine Rückkehr zeigt sich Bülow hocherfreut. Zu seinen 138 Einsätzen für die Hansa zählen auch 29 Bundesligapartien. Somit gehört er auf jeden Fall zu den erfahrenen Spielern bei der Hansa. Auch Hansa-Manager Markus Thiele ist zufrieden mit der Verpflichtung des Abwehrspielers und verweist auf Bülows Kopfballstärke und enorme Erfahrenheit, welche im Kampf um die Aufstiegsplätze helfen sollen.

Ein Hauch von Bundesliga im Ostseestadion

Während man Hansa Rostock in der Liga zum erweiterten Favoritenkreis auf den Aufstieg zählt, sind die Hanseaten im DFB-Pokal bei Wettanbietern nur krasser Außenseiter. In der ersten Pokalrunde empfängt man im heimischen Ostseestadion den Bundesligisten VFB Stuttgart. Der Vorverkauf für das Pokalspiel läuft bereits seit dem 10. Juli. Die Verantwortlichen des FCH erhoffen sich von dem attraktiven Gegner und der Ansetzung am 18. August um 20.45 Uhr einen packenden Pokalfight mit Flutlichtatmosphäre. Stuttgarts Sportchef Reschke warnte bereits vor dem vermeintlich leichten Los: „Hansa ist ein ambitionierter Drittligist, gegen den wir unserer Favoritenrolle natürlich gerecht werden wollen. Wir wissen aber auch, dass mit dem FC Hansa ein absolut ernstzunehmender Gegner auf uns wartet.“, ließ er der SVZ nach der Auslosung wissen.

Ambitionierte Ziele und erfrischende Spielweise

Auch wenn der Saisonstart gründlich in die Hose ging, steht das große Ziel: Aufstieg in die zweite Liga, immer noch. Trainer Dotchev formuliert es ganz offensiv: „Warum sollten wir uns verstecken? Wir wollen aufsteigen!", so der Bulgare vor dem Saisonstart. Und tatsächlich, der „Angriff auf die zweite Liga“ soll auch nach der Auftaktniederlage nicht abgeblasen werden. Seitdem man im Jahr 2012 den Gang in die dritte Liga antreten musste, ist die Sehnsucht nach Zweitliga-Fußball groß bei dem Traditionsverein. Dotchev könnte der richtige Mann sein, bereits letzten Sommer verpflichtet, führte er schon Erzgebirge Aue und den FC Paderborn aus der dritten in die zweite Liga. Mit einer erfrischenden Spielweise und einem durchdachten Konzept will Dotchev den hanseatischen Traditionsverein wieder nach oben führen. Bei seiner Vorstellung im vergangen Jahr legte er einen Zwei-Jahres-Plan vor, demnach die erste Saison im oberen Tabellendrittel abgeschlossen werden sollte und im zweiten Jahr der Aufstieg angepeilt wird. Nachdem man die letzte Saison auf dem sechsten Platz beenden konnte, ist Teil eins des Plans aufgegangen. Nun gilt es, oben anzugreifen. Der Sieg gegen den Zweitligisten der letzten Saison, Eintracht Braunschweig, ist da schonmal ein gutes Zeichen. Auch gegen Beinahe-Aufsteiger Wehen Wiesbaden soll die souveräne Performance wiederholt werden und die Niederlage im Auftaktspiel wiedergutmachen.

Mit den Fans zusammen aufsteigen

Diese Saison soll das lange Warten auf die zweite Liga also ein Ende haben. Dabei können die Fans die Spiele von Hansa Rostock auch mit unserem Live-Ticker verfolgen. Der Ticker bietet den Fans, die es nicht ins Stadion geschafft haben, die Möglichkeit, die Spieler ihrer Mannschaft auf dem PC von zuhause oder unterwegs auf dem Tablet oder Smartphone in Echtzeit mitzuverfolgen. Zusammen mit der Unterstützung der Fans soll der langersehnte Aufstieg in dieser Spielzeit klargemacht werden.

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