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Donnerstag, 25.11.2010
Kolumne

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Was kommt als nächstes?

Dieser kleine HANSA-Fan ist ein gebürtiger Mainzer und lebt auch dort. Da seine Begleitpersonen aus Mecklenburg stammen, durfte in Wiesbaden niemand von ihnen ins Stadion. Foto: Olaf Peters

Dieser kleine HANSA-Fan ist ein gebürtiger Mainzer und lebt auch dort. Da seine Begleitpersonen aus Mecklenburg stammen, durfte in Wiesbaden niemand von ihnen ins Stadion. Foto: Olaf Peters

Stellt euch folgende Meldung mit dem Titel Oktoberfestbetreiber ziehen positive Bilanz mit einem tränenden Auge! und folgender Schlagzeile vor: Auch beim diesjährigen Oktoberfest in München konnte wieder ein neuer Besucherrekord verzeichnet werden. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl noch einmal um fünf Prozent. Auch der Gesamtumsatz der Festzeltwirte erhöhte sich um satte zwölf Prozent, trotz des gestiegenen Preises für die Maß Bier. Die Sicherheitsbehörden zogen ebenfalls eine überwiegend positive Bilanz des diesjährigen „größten Volksfest der Welt“. Einzig ein Vorfall am Abend des vierten Festtages trübt die Gesamtbilanz ein wenig. An diesem Abend hatten etwa 30 Besucher aus Ostwestfalen die ansonsten ausgelassen-fröhliche Atmosphäre massiv gestört. Im alkoholisierten Zustand sangen sie unflätige Lieder, provozierten mehrere Schlägereien mit anderen Besuchern und mussten schließlich von Sicherheitskräften überwältigt und in Gewahrsam genommen werden. Gegen 25 der Unruhestifter wurde Strafanzeige gestellt, es entstand geringer Sachschaden. Als Konsequenz aus diesem Vorfall haben nun die Veranstalter des Oktoberfestes mit großem Bedauern für das nächste Jahr beschlossen, nur noch Besucher aus Bayern (Ober und Unter), Franken, bayerisch Schwaben (PLZ-Bereiche 80–91) und Österreich auf das Festgelände zu lassen. Dafür wird am Einlass durch Ausweiskontrolle festgestellt ob die Besucher in den genannten Gebieten geboren sind und auch heute noch dort wohnen. Falls diese Kriterien nicht erfüllt werden, muss leider der Zugang zum Oktoberfest im nächsten Jahr verweigert werden. Die Veranstalter bitten die Besucher aus aller Welt auf eine Anreise zu verzichten, denn diese drastische Maßnahme ist bedauerlich aber notwendig, um die Sicherheit der anwesenden Festbesucher nicht zu gefährden.

Was denkt ihr jetzt? Unvorstellbar, total absurd, ein Aprilscherz? Stimmt, es ist in unserem Land (schon wegen der Profitgier) kaum vorstellbar, dass wegen dem Fehlverhalten Weniger alle Anderen in Sippenhaft genommen werden. Es sei denn man begibt sich in den Einflussbereich des DFB.

Ich frage mich wie kleingeistig man beim DFB ist, wenn man die Bedingungen zur Durchsetzung des eigenen Urteils zwischen dem HANSA-Spiel in Sandhausen und dem in Wiesbaden noch verschärfen muss? Fühlte man sich vorgeführt von den TV-Berichten über das Spiel in Sandhausen? (An dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank an die Verantwortlichen bei den Öffentlich-Rechtlichen!) In Sandhausen herrschte fast durchgängig, sowohl in als auch außerhalb des Stadions, eine friedlich-fröhliche, fast amüsierte Atmosphäre und keiner kam zu Schaden. Trotzdem wurden die Einlassbedingungen für das nächste Auswärtsspiel in Wiesbaden noch einmal verschärft (und von meinungslosen Ordnern und Polizisten, die nicht bereit waren, auf die eigene Vernunft zu hören, durchgesetzt). Postleitzahlenbereiche wurden festgelegt in denen die Zuschauer geboren und wohnhaft sein mussten. Nicht mal mein Wohnort Ludwigshafen am Rhein hätte mich berechtigt das Stadion zu betreten, von meinem Geburtsort ganz zu schweigen.

Es war eine total pervertierte Situation an diesem Sonntagnachmittag am Eingang zur „Wasser-Arena“ in Wiesbaden und als Beleg dafür, hier nur einige wenige Beispiele: Ein alter Mann, der in den Nachkriegswirren im Westen gelandet war, durfte nicht rein weil er in Mecklenburg geboren wurde. Eine behinderte Frau wurde nicht eingelassen, da in ihrem Behindertenausweis der Geburtsort nicht vermerkt war. Ein hörbar Wiebadener Ehepaar um die 60 musste draußen bleiben, weil er die Ausweise zu Hause vergessen hatte. Und ein Wehener Fan der ersten Stunde (also seit dem Aufstieg vor ein paar Jahren) musste wieder gehen, weil er aus Meißen in Sachsen stammte. Ich könnte noch gut hundert weitere solcher Beispiele aufschreiben, aber eine halbe Stunden nach Anpfiff wurde es mir dort endgültig zu blöd und kalt, und ich fuhr nach Hause. Dass HANSA drei Punkte mitgenommen hat und wieder Spitzenreiter ist, macht die ganze Geschichte natürlich etwas angenehmer. Was allerdings vor allem zurück bleibt, ist ein Gefühl der Verarschung, der Wut und der Gedanke „was kommt als nächstes?“.

Ein blau-weißes „Sport frei“ vom Rhein an die Ostsee
OLAF PETERS, Ludwigshafen am Rhein

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