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Donnerstag, 21.04.2011
Profis

Früher Rückstand

Löning vereitelte zweiten Hansa-Matchball

Björn Ziegenbein verpasste mit seinem FC Hansa Rostock gegen den SV Sandhausen den vorzeitigen Aufstieg in die 2. Bundesliga. Foto: Joachim Kloock

Björn Ziegenbein verpasste mit seinem FC Hansa Rostock gegen den SV Sandhausen den vorzeitigen Aufstieg in die 2. Bundesliga. Foto: Joachim Kloock

Auch den zweiten, vorzeitigen Matchball vergaben die Kicker des FC Hansa Rostock am Mittwochabend. Vor über 20.000 erwartungsfrohen Zuschauern verlor das Team von Trainer Peter Vollmann gegen das abstiegsbedrohte Team des SV Sandhausen mit 0:1 (0:1). Verfolger Kickers Offenfach kann nach dem 2:2 gegen den VfB Stuttgart II die Hanseaten zwar nicht mehr einholen, doch der neue Tabellendritte SV Wehen Wiesbaden hat nach dem 2:1-Auswärtssieg in Aalen nur noch zwölf Punkte Rückstand und kann den FC Hansa theoretisch noch von einem direkten Aufstiegsplatz verdrängen.

Dem frühen Kopfballgegentor von Löning nach gerade einmal acht Spielminuten liefen die Rostocker über 80 Minuten lang meist plan- und ideenlos hinterher. Gegen die kompakt stehenden und clever verteidigenden Gäste hatte die Vollmann-Elf große Probleme klare Chancen herauszuspielen. Nach einem Jänicke-Zuspiel von rechts vergab Mohammed Lartey (13.), ein 22-Meter-Schuss von Tobias Jänicke verfehlte das rechte obere Eck knapp (20.) und einen Lartey-Freistoß klärte Torhüter Ischdonat mit einer Faust (25.). Vor der Pause hatten dann noch Ziegenbein (38.) und Jänicke (42.) Chancen. In der zweiten Hälfte änderte sich das Bild kaum. Die Gäste fanden sich immer besser zurecht und rührten erfolgreich Beton an und Hansa fand weiterhin kaum Lücken in der Sandhausener Defensive. Selbst die Einwechslungen der Stürmer Marcel Schied und Radovan Vujanovic sowie die eine oder andere verheißungsvolle Freistoßsituation (81.) brachten rein gar nichts. Die letzte Chance des Spiels sollte dann Björn Ziegenbein haben. Seinen Gewaltschuss klärte der sichere Sandhausener Keeper Ischdonat aber mit einer Glanztat (88.). Da Kickers Offenbach nach der 2:0-Führung mittlerweile gegen den VfB Stuttgart II sogar den Ausgleich kassierte, hätte an diesem Abend sogar dieser eine Rostocker Ausgleichstreffer für den Aufstiegstraum gereicht. Die nächste Möglichkeit bietet sich dem FC Hansa Rostock am Sonntag bei Schlusslicht FC Bayern München II.

Trainerstimmen

Hansa-Trainer Peter Vollmann: „Es ist natürlich schade für die vielen Fans, dass es heute noch nicht ganz gereicht hat. Das Ergebnis ist nicht zufriedenstellend, obwohl ich meiner Mannschaft nicht absprechen kann, dass sie 90 Minuten lang Gas gegeben und alles investiert hat. Sie hat nie aufgesteckt und bis zum Ende versucht, den Ausgleich zu erzielen, zum Schluss natürlich mit der Brechstange. Es war aber auch nicht einfach, auf dem schlechten Platz guten Fußball zu spielen. Andererseits wird es nach diesem Spiel auch Redebedarf geben, denn der frühe Rückstand darf uns nicht passieren. Er hat die Nervosität, die man so kurz vor der Linie ohnehin hat, noch gesteigert. Doch ich bin optimistisch, dass wir am Sonntag in München unser Ziel erreichen werden.“

Sandhausen-Trainer Gerd Dais: „Ich bin natürlich sehr glücklich, dass wir dieses Spiel mit 1:0 gewonnen haben. Es war das erwartet schwere Spiel vor großer Kulisse und ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen, wie sie hier aufopferungsvoll gekämpft hat. Unsere einzige Torchance konnten wir nutzen und den kostbaren 1:0 Vorsprung bis zum Ende verteidigen. Wir haben aber weiterhin nur sechs Punkte Vorsprung und müssen zuhause gegen Koblenz nachlegen, um die 3. Liga zu halten.“

ARNE TARON

3. Liga 2010/11, 35. Spieltag
FC Hansa Rostock – SV Sandhausen 0:1 (0:1)

Rostock: Hahnel - Wiemann (82. Schied), Stoll, Trybull, Pelzer - Pannewitz (63. Vujanovic), R. Müller, Ziegebein, Lartey, Jänicke - Albrecht.

Sandhausen: Ischdonat - Hillenbrand (80. Öztürk), Pischorn, Schulz, Sievers (84. Benschneider) - Glibo, D. Blum, Danneberg, Ulm (68. Dorn), Schauerte - Löning.

Tor: 0:1 Löning (8.).

Schiedsrichter: Malte Dittrich (Bremen).

Gelbe Karten: Wiemann – keine.

Zuschauer: 20.000.

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