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Sonntag, 09.04.2006
Profis

Stein, Bülow und Kern trafen für die Hausherren

In fünf Miunten drei Tore zum 13. Saisonsieg

Die jungen Wilden - hier Tobias Rathgeb, Enrico Kern, Marc Stein, Martin Pohl und Marcel Schied - schlugen am Sonntagnachmittag den abstiegsgefährdeten 1. FC Saarbrücken. Foto: Joachim Kloock

Die jungen Wilden - hier Tobias Rathgeb, Enrico Kern, Marc Stein, Martin Pohl und Marcel Schied - schlugen am Sonntagnachmittag den abstiegsgefährdeten 1. FC Saarbrücken. Foto: Joachim Kloock

Der FC Hansa Rostock hat sich souverän die Minimalchance auf den Wiederaufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga erhalten. Am Sonntag gewannen die Rostocker eindrucksvoll mit 3:0 gegen den 1. FC Saarbrücken, die Tore erzielten Marc Stein (9.), Kai Bülow (12.) und Enrico Kern (14.) innerhalb von fünf Minuten.

Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf musste kurzfristig den dezimierten Kader (Gledson, Hansen) noch einmal umstellen. Tim Sebastian und Miso Brecko fielen "über Nacht" aus. Denis Lapaczinski musste trotz der bevorstehenden Schulter-Operation am Mittwoch in den Kader rücken.

Recht ruhig begann das Spiel, doch in der 8. Minute ließ Enrico Kern eine Großchance ungenutzt verstreichen. Zuvor bediente René Rydlewicz aus dem Mittelfeld Marcel Schied, der den Ball per Kopf weiter zu Kern leitete. Doch der Stürmer zögerte zu lange, wenigstens sprang ein Eckball bei dieser Aktion heraus. Den brachte Rydlewicz von der rechten Seite in den Strafraum, wo Marc Stein goldrichtig stand und mustergültig zum 1:0 einköpfte.

Damit nicht genug, in der 12. Minute schlug Tobias Rathgeb einen Freistoß in den Saarbrücker Strafraum, FCS-Keeper Eich blieb relativ unentschlossen und Kai Bülow nutzte die Chance per Kopf - 2:0. Und weil es so schön war, erhöhte Kern nur zwei Minuten später auf 3:0. Eine Flanke von Rydlewicz auf Höhe der Mittellinie beförderte Kern per "Lupfer" in die äußerste linke Ecke des Saarbrücker Tores.

Drei Chancen, drei Treffer und Hansa blieb am Drücker. Saarbrücken völlig von der Rolle, überließ den Hansa-Kickern das Mittelfeld und bot den Rostockern die Räume zur Entfaltung regelrecht an. Selbst Abwehrspieler Michael Hartmann konnte sich gelegentlich ins Angriffsgeschehen einschalten. Saarbrücken dagegen tauchte nur gelegentlich vor dem Hansa-Tor auf, aber dann war spätestens bei Mathias Schober Endstation. So in der 40. Minute, als Örtülü frei zum Schuss kam, der Hansa-Keeper aber glänzend parierte.

Hansa diktierte auch im zweiten Abschnitt das Geschehen auf dem Feld, trug allerdings die Angriffe nicht mehr so konsequent vor, wie in der ersten Halbzeit. Chancen hatten die Schied, Kern & Co dennoch weiterhin. Auch als Pagelsdorf mit Rade Prica und Antonio di Salvo zwei neue Leute brachte (für Schied und Arvidsson), bleiben die Rostocker gefährlich. Das 4:0 aber wollte nicht fallen. Saarbrücken war weiterhin nur sporadisch aktiv, die beste Möglichkeit vereitelt Hansa-Keeper Schober in der 76. Minute, als Hagner aufs Tor köpfte. Schober, der am Samstag 30 Jahre alt wurde, machte sich lang und sicherte den Ball.

OLAF JENJAHN

2. Bundesliga 2005/06, 29. Spieltag
FC Hansa Rostock - 1. FC Saarbrücken 3:0 (3:0)

Rostock: Schober - Pohl, Stein, Hartmann, Jahn - Rathgeb, Bülow, Rydlewicz - Schied (67. Di Salvo), Arvidsson (67. Prica), Kern (81. Cetkovic).

Saarbrücken: Eich - Pelzer, Genet, Nsaliwa, Halet (46. Adiele), Hagner, Nehrbauer, Hadji, Demai (87. Rozgonyi), Örtülü, Bencik (61. Diane).

Tore: 1:0 Marc Stein (9.), 2:0 Kai Bülow (12.), 3:0 Enrico Kern (14.).

Zuschauer: 12 000 im Rostocker Ostseestadion.

Schiedsrichter: Holger Henschel (Braunschweig)

Gelbe Karten: Genet, Halet.

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