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Mittwoch, 27.08.2014
Profis

Bittere Heimpleite

Hansa Rostock blamiert sich gegen Aufsteiger Sonnenhof Großaspach

Das tat weh: Hansa Rostock verlor im eigenen Stadion gegen Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach mit 1:3 (1:2). Foto: Joachim Kloock

Das tat weh: Hansa Rostock verlor im eigenen Stadion gegen Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach mit 1:3 (1:2). Foto: Joachim Kloock

Der FC Hansa Rostock lieferte bei der Heimniederlage gegen Aufsteiger SG Sonnenhof Großaspach die mit Abstand schlechteste Saisonleistung ab und kam mit nur drei Gegentreffern noch glimpflich davon. Nach der schnellen 2:0-Führung der Gäste durch Sohm (5.) und Senesie (8.) kamen die Rostocker noch einmal durch den ersten Treffer von Dennis Srbeny (23.) auf 1:2 heran, mussten aber kurz nach der Pause das Tor zum 1:3-Endstand hinnehmen. Hansa-Verteidiger Robin Krauße missglückte ein Klärungsversuch, der Ball sprang vom Innenpfosten ins eigene Tor.

Trainer Peter Vollmann hatte nach dem kuriosen 4:4 im Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg Innenverteidiger Steven Ruprecht und Flügelspieler David Blacha auf die Bank beordert, Jovan Vidovic übernahm die Rolle in der Defensivzentrale während Christian Bickel im linken Mittelfeld spielte. Viel Zeit zum Sortieren blieb der Mannschaft nicht, denn bereits kurz nach Anpfiff zappelte der Ball das erste Mal im Netz der Gastgeber. Sohm war in der Mitte völlig frei, lief alleine auf Hahnel zu und schob den Ball cool am Routinier im Rostocker Kasten vorbei zur Führung. Kurz darauf konnte die SG auf 2:0 erhöhen: Vidovic ließ sich aus seiner Position locken und kam zu spät, der Steilpass auf Senesie war auch für die anderen Verteidiger nicht zu erreichen und der Aufstiegsheld der Großaspacher überwand erneut Hahnel per Flachschuss.

In der Folge war den Rostockern die Verunsicherung in jeder Aktion anzusehen. An ein ruhiges und strukturiertes Aufbauspiel war nicht mehr zu denken, stattdessen wurde der Ball alternativ in der Verteidigung hin- und hergeschoben oder, falls dies mal nicht geschah, meistens auf direkten Wege zum Gegner befördert. Einige Male kam es vor, dass sowohl Vidovic als auch Kapitän Stuff den Ball direkt in die Füße eines gegnerischen Angreifers spielten. Kam der Ball nach vorne, so war dies meistens eher zufällig der Fall, weil sich Srbeny oder Ziemer einen langen Ball erkämpfen konnten. Immerhin kamen die Rostocker zu einigen nicht gänzlich ungefährlichen Standards. Folgerichtig führte dann auch eine Ecke zum Tor für die Gastgeber. In der 23. Minute war Dennis Srbeny auf Flanke von Jakobs zur Stelle und köpfte den Ball in die Maschen. In der Folge konnten die Rostocker zwar etwas Stabilität zurückgewinnen, ganz abgelegt werden konnte die Unsicherheit aber nicht. Auch weiterhin bestand jederzeit die Gefahr, dass ein einfacher Fehler in der Verteidigung zum nächsten Treffer für die Gäste führen konnte, erneut Sohm hatte in der 40. Minute das 1:3 auf dem Fuß, setzte seinen Schlenzer aber knapp neben des Rostocker Tor.

Es war davon auszugehen, dass sich Trainer Vollmann für die Halbzeitpause einige Sätze überlegt hatte um die Partie in der zweiten Hälfte erfolgreicher zu gestalten, doch bevor man die Ergebnisse der Ansprache sehen konnte war bereits das 1:3 gefallen. Erneut war die Rostocker Defensive unorganisiert, Großaspach konnte den Ball im Strafraum noch einmal querspielen und Robin Kraußes versuchte Rettungstat landete unglücklich am Innenpfosten und anschließend im eigenen Tor. In der Folge erspielten sich die Gäste weitere hochkarätige Tormöglichkeiten, vergaben diese aber allesamt. Sohm schoß nach ungefährdetem Dribbling in der 59. Minute links vorbei, kurz darauf blockte Krauße im letzten Moment einen Torschuß von Rizzi ab, in der 69. Minute konnte Hahnel einen Kopfball vom völlig freien Senesie noch auf der Linie klären. Hansa erspielte sich nur wenige Möglichkeiten, Ziemer konnte sich eine Hereingabe von rechts erlaufen, scheiterte aber an Gästekeeper Kunz. Weitere Angriffe verpufften bereits früher, so z.B. eine Hereingabe von Christian Bickel, der unbedrängt butterweich ins Niemandsland des Strafraums flankte. In der Schlussphase verlor der FC Hansa dann auch noch Mittelfeldspieler Manfred Starke, der kurz vor Schluss verletzt liegen blieb und lange behandelt werden musste. Ein Verdacht auf Wadenbeinbruch bestätigte sich jedoch glücklicherweise nicht, er fällt aber trotzdem mit einer Bänderverletzung für die nächste Zeit aus.

Am Spielstand änderte sich nichts mehr und so verabschiedeten die 8.000 Zuschauer in der DKB-Arena die Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert. In dieser Partie machte die Mannschaft nicht den Eindruck eine Einheit auf dem Platz zu sein, die Defensive war im Spielaufbau völlig isoliert von möglichen Passabnehmern und im zunehmenden Maße verunsichert, in der Offensive passte die Abstimmung viel zu selten um Druck auf das Gästetor aufzubauen.

Der FC Hansa befindet sich nach der Niederlage mit nur fünf Punkten aus sechs Spielen im Tabellenkeller der Dritten Liga und muss bereits am Freitag auswärts bei der zweiten Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 antreten. Das nächste Heimspiel findet dann am 6. September 2014 gegen den Halleschen FC statt.

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