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Dienstag, 09.05.2006
Interview

Neuzugang Stefan Beinlich im Interview

Beinlich: »Wichtig ist, dass ich es auf dem Platz zeige«

Nach dem Stefan Beinlich am Montag in Rostock bei einer Pressekonferenz vorgestellt wurde, stand er anschließend der Redaktion von hansa::fans.de für ein Interview zur Verfügung.

Paule, zunächst einmal ein herzliches Willkommen zuhause von allen. Im Hansaforum wird Deine Rückkehr auf eine Stufe gestellt mit der Verpflichtung von Jari Litmanen. Vor allem diejenigen, die schon etwas länger dabei sind, sind begeistert von Deiner Person, von Deiner Persönlichkeit und der Art und Weise, wie Du Dich für diesen Wechsel entschieden hast. Du warst bis zu Deiner Verletzung beim HSV Leistungsträger, der eine starke Saison spielt. War das Angebot, was Dir der HSV unterbreitet hat vor diesem Hintergrund eine Kränkung?

Der Verein und ich, wir waren einfach unterschiedlicher Auffassung. Ich bin der Meinung, dass ich von den Dingen, die ich mache, 100 Prozent überzeugt sein muss und das Angebot hatte keine hundertprozentige Überzeugungskraft und von daher war für mich klar, dass ich das nicht annehmen kann.

Du sagst, dass die Option Hansa Rostock war für Dich schon länger vorhanden.

Immer schon! Ich will nicht sagen, seit ich hier weggegangen bin, aber ein paar Jährchen später dann schon, wenn man sich denkt, Mensch, zum Abschluss vielleicht noch mal dort spielen, wo alles angefangen hat, wenn alles passt und man vielleicht auch sportlich noch mal erfolgreich sein kann, das wäre noch mal ne tolle Sache. Und zum Schluss war es dann so, dass ich mich mit meiner Frau zusammengesetzt habe und wir beide gesagt haben, entweder gehen wir nach Rostock, das war hier in Deutschland die einzige Option, wo wir gesagt haben, das würde uns noch mal Spaß machen, oder wir gehen noch mal ins Ausland und machen noch mal was ganz anderes. Wir haben uns dann aber für die sportlich echt reizvolle Aufgabe entschieden und haben gesagt, okay, wir gehen nach Rostock. Da war natürlich die ganze Familie begeistert, nicht nur meine Kinder, auch Oma und Opa, die kommen alle aus Berlin und da ist Rostock natürlich nicht so weit weg wie Amerika oder die Schweiz.

Für Dich persönlich entsteht durch diese Aufgabe aber auch ein gewisser Druck ...

Ja, aber das hast Du doch überall, wenn Du in Leverkusen warst, ein paar Mal zweiter oder dritter wirst, dann nach Berlin, in meine Heimatstadt kommst, dann nach Hamburg mit seiner Riesen-Medienlandschaft gehst, da war der Druck auch immer riesig groß. Das gehört dazu und ich glaube, dass ich damit auch weiterhin gut klarkommen werde.

Was erwartest Du in dem Zusammenhang gerade von uns Fans, gerade in schwierigen Situationen?

Es gibt in jeder Saison schwierige Situationen. Das sieht man ja jetzt auch in Hamburg. Obwohl wir eine großartige Saison spielen, kommt jetzt vielleicht die schwierigste Aufgabe. Wenn man nach dieser Saison nur dritter wird, fragt Dich jeder "Was war das denn?". Für mich ist immer entscheidend, dass man als Fan die Mannschaft komplett unterstützt. Dass da auch der Funke von der Mannschaft auf die Fans überspringen muss, ist auch klar. Ich glaube, wichtig ist für Euch Fans, dass Ihr seht, dass da unten eine Mannschaft auf dem Platz steht. Da muss ich noch mal über den HSV sprechen, wir haben sicher tolle Einzelspieler, aber wir haben nur den Erfolg, weil wir als Mannschaft aufgetreten sind. Und nur so können wir auch hier Erfolg haben. Wenn jeder vom anderen weiß, was er macht, jeder die anderen unterstützt und dann noch von Außen die Unterstützung kommt, wenn eine Euphorie aufkommt, wenn die Leute sagen, es ist wieder geil, zum FC Hansa Fußballgucken zu gehen, dann glaube ich, ist in der nächsten Saison der Aufstieg drin. Und ich glaube, mit dieser jungen Mannschaft, die die Qualitäten fußballerisch in meinen Augen auf jeden Fall hat und alles andere kann man sich erarbeiten.

Wen würdest Du noch gerne an Deiner Seite haben?

Alle die jetzt da sind.

Vielleicht gibt es ja noch eine Position, wo Du sagst, da würde ich noch gerne den oder den haben?

Nein, um einzelne Positionen habe ich mich gar nicht so gekümmert. Ich habe das Gesamte in Rostock immer verfolgt, nicht nur jetzt die letzten Wochen, sondern über die Jahre eigentlich immer. Ich war auch oft mal hier, beim Doc oder auch bei Freunden, bei Hilmar Weilandt, da hat man sich schon mal getroffen, da verfolgt man das eben alles ein bisschen. Klar ist, wenn man die Saison sieht, da gab es enorm viele Gegentore, da müssen wir kompakter stehen, das ist überhaupt nicht nur auf die Abwehr bezogen. Da muss die ganze Mannschaft eine homogene Einheit bilden, wo jeder für den anderen läuft, in der Defensive mitarbeitet. Nach vorne kannst Du immer laufen, aber es kann nicht sein, dass man gerade auswärts dann in einen Konter läuft. Aus solchen Fehlern muss man lernen und diese Sachen in der neuen Saison dann abstellen.

Was glaubst Du, kannst Du der Mannschaft zum einen fußballerisch, zum anderen aber auch menschlich mitgeben?

Wichtig ist, dass gerade die jungen Spieler immer kommen können, wenn was ist, wenn Sie jemanden zum Reden brauchen, auch wenn es mit Fußball vielleicht gar nichts zu tun hat. Sportlich bin ich ja immer weiter nach hinten gerückt, ich war mal offensiver Mittelfeldspieler, heute spiele ich eher defensiv, wie der Trainer schon sagte, zentral vor der Abwehr oder im linken Mittelfeld. Und da denke ich, kann ich durch die Erfahrung, durch das Spielverständnis, was ich habe, der Mannschaft schon enorm helfen. Wichtig ist, nicht nur verbal zu führen, sondern auch mal dazwischen zu grätschen, dass gerade die jungen Spieler sehen, guck mal, der Alte fliegt ja auch noch richtig übern Platz. Ich kann ja nicht hierher kommen und sagen, ich bin dreimal zweiter geworden, stand im Viertelfinale der Champions League. Ich hab viel erlebt. Das interessiert doch keinen. Wichtig ist, dass ich auf dem Platz zeige, was ich jetzt kann.

Ideale Voraussetzungen für einen Kapitän.

Hansa hat ja jetzt auch einen Kapitän. Ich glaube auch nicht, dass man die Kapitänsbinde haben muss, um Verantwortung zu übernehmen, sonst müssten ja fünf, sechs Spieler Kapitän sein.

Mit dem HSV Vizemeister...

...hoffen wir mal, es ist ja noch ein Spiel...

...was traust Du dem Verein mittelfristig mit der derzeitigen Konstellation zu, werden wir auch mal eine Schale haben? Und wenn’s nur der Pokal wäre...

...der würde mir auch reichen, ich hab es mit allen Vereinen auch nur bis ins Viertelfinale geschafft. Aber diese Trophäe ist sicher am Einfachsten zu holen. Aber zunächst geht es um den Aufstieg, den müssen wir uns erarbeiten, wir müssen uns erarbeiten, dass die Leute wieder ins Stadion kommen und sagen, der FC Hansa ist wieder was. Das war ja damals nicht alles besser oder schlechter, wir hatten glaube ich die ersten Spiele auch nur 6000 Zuschauer, das war eben, weil die Jahre zuvor auch nicht so abliefen, wie man sich das vorgestellt hat. Aber alles was man so hört, sind sich eigentlich alle einig, dass dieser Verein in die erste Liga gehört.

Hast Du auch mit Sergej Barbarez über Deinen Wechsel gesprochen?

Natürlich, wir saßen ja praktisch im selben Boot. Er hat sich sehr für mich gefreut. Ich habe ihm auch gesagt, dass für mich in Deutschland nur der FC Hansa in Frage kommt, dass es schön wäre, da noch mal Fußball zu spielen. Deshalb war für mich das wirtschaftliche auch gar nicht so entscheidend. Mir war ja von Anfang an klar, was in Rostock möglich ist zu verdienen. Von daher war mir klar, wenn wir dahin gehen werden die Gespräche über das finanzielle sehr kurz sein. Es gab glaub ich zwei Gespräche, das ging sehr schnell, bis wir uns einig waren. Wichtig war mir, noch mal Spaß zu haben und das wird auch für die Mannschaft in der neuen Saison wichtig sein. Das man wieder positiv über den FC Hansa spricht, dass Spaß und Euphorie reinkommt. Das hat mich ja auch an Thomas Doll so fasziniert, als er damals kam. Der brachte eine ungeheure Euphorie mit, obwohl wir zu dem Zeitpunkt Letzter waren! Man muss einfach mit einer positiven Einstellung in die Spiele gehen. Natürlich wird es Rückschläge geben. Und mit einer solchen jungen Mannschaft wird es vielleicht mehr Rückschläge geben als bei einer erfahrenen Mannschaft. Aber nur daraus lernt man. Deshalb freue ich mich auch so auf die Aufgabe, weil ich gern in einer Mannschaft stehe, wo ich was bewirken kann.

Die angesprochene Euphorie hatten wir ja in dieser Saison schon. Am ersten Spieltag und dann später gegen Unterhaching, mit 20 000 Leuten im Stadion. Das ist alles weg.

Das ist ja auch normal. Ich denke, zuallererst muss etwas von der Mannschaft ausgehen. Aber von Außen muss auch Unterstützung kommen. Man kann die Mannschaft auch mal auspfeifen, keine Frage, nach dem Spiel, wenn sie schlecht gespielt hat. Aber auch in der Halbzeit finde ich Pfiffe immer schwierig. Mich haut so was nicht mehr um, aber für so nen jungen Spieler kann das schon mal problematisch werden fürs Selbstvertrauen, wenn er merkt, jetzt spielst Du auch noch gegen die eigenen Fans. Und einzelne Spieler im eigenen Stadion bei jeder Ballberührung oder bei der Auswechslung auspfeifen, das geht nicht. Und wenn derjenige dann später ein Tor macht, wird er hochgejubelt, was er doch für ein toller Typ ist. Ich hab mal gesagt, wenn es soweit ist, dass ich im eigenen Stadion ausgepfiffen werde, dann gehe ich. Denn dann kann irgendwas nicht stimmen. Aber ich glaube, hier hat sich von Seiten der Fans auch was entwickelt. Früher war es ja oft so, dass nach 20 Minuten Stille war, wenn Du nicht schon 1:0 geführt hast.

Bist Du Sonntag hier?

Nein, wir spielen ja selbst am Samstag, ich hoffe, dass ich vielleicht noch reinkommen kann, noch das 280. Bundesligaspiel mache, die anderen mache ich zwei Jahre später.

Habt Ihr Euch schon darauf verständigt, welche Rückennummer wir uns alle nächste Saison auf die Trikots flocken lassen?

Also meine steht fest, das ist immer noch die Gleiche. Wir wollen ja nicht anfangen, nach so vielen Jahren jetzt mit einer anderen Nummer aufzulaufen. (lacht) Die wollte ich damals haben, weil ich mit 22 in die Bundesliga gekommen bin und irgendwann mal 22 Tore schießen wollte. Hab ich aber nicht ganz geschafft.

Das Gespräch führte TORALF

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Quelle: hansa::fans.de

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