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Sonntag, 18.04.2004
Profis

Rydlewicz traf zweimal / Plassnegger sah für Rot

Auswärtsniederlage war nicht vermeidbar

Nach Niederlage bedankten sich die Profis in die Fankurve für die Unterstützung. Foto: SA

Nach Niederlage bedankten sich die Profis in die Fankurve für die Unterstützung. Foto: SA — Danke!

Der FC Hansa Rostock hat sein Auswärtsspiel beim 1. FC Kaiserslautern verloren. Vor 35 000 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion unterlagen die Norddeutschen mit 3:2 (2:1). Lautern kam besser ins Spiel und versuchte sich von Beginn an, Chancen zu erarbeiten. Ein dummes Foul von Gernot Plassnegger brachte die Hansakogge früh in Unterzahl. Die Gäste wirkten nach dem Platzverweis etwas aufgeweckter und kamen durch einen Pfostenschuss von René Rydlewicz zur ersten großen Chance.

Im Gegenzug dann die roten Teufel: Einen Kopfball von Lokvenc konnte Schober gerade noch über die Latte lenken. Dann der erste Schock, der stark aufspielende Bjelica setzte sich schön auf der rechten Seite durch, umkurvte die Hansa-Abwehr und zog aus 18 Metern unhaltbar zum 1:0 ab. (30.) Lautern von nun an wie im Rausch. Vor allem die Kopfballstärke der Teufel wurde dem FCH ein ums andere mal zum Verhängnis. Fünf Minuten später dann schon die Vorentscheidung. Ein Schuss von Hristov landete unverhofft im Netz. Hansa Mittelfeldspieler Marcus Lantz und Keeper Mathias Schober machten bei diesem Gegentreffer keine gute Figur. Für Rostocker schien das Spiel gelaufen, sie steckte jedoch nicht auf und kamen durch René Rydlewicz zum unverhofften Anschluss (36.).

Die Lauterer kamen im zweiten Durchgang durch ihre Kopfballüberlegenheit auch weiterhin zu Chancen. Lokvenc und Altintop scheiterten nur knapp an Schober. Doch auch die um einen Mann dezimierte Rostocker-Elf kam nun zu mehreren Tormöglichkeiten. Der Ausgleich von Prica, bei dem die Hansa-Fans schon jubelten, wurde aber zurückgepfiffen, weil der Schiedsrichter Schmidt ein Foul gesehen hatte. Mitte der 2. Hälfte dann die Riesenchance für den FCH. Schiedsrichter Schmidt entschied zur Verwunderung aller auf Elfmeter. Angeblich hatte der zu Bochum wechselnde Abwehrchef der Lauterer, Knavs, Rostocks Abwehrchef Joakim Persson im Strafraum gelegt, was sich aber später als Schwalbe herausstellte. Rydlewicz traf zum 2:2 (71.).

Das Spiel verflachte mehr und mehr - Lautern zeigte sich geschockt vom überraschenden Ausgleich der Rostocker. Fünfzehn Minuten vor dem Ende dann die erneute Führung für die Teufel. Lokvenc nahm den Ball aus Luft an, drehte sich und zog mit voller Wucht ab, so dass Schober die Arme nicht schnell genug hochbekam und es zum 3:2 einschlug. Hansa kam danach nur noch zu einer Szene. Abwehrspieler Razundara Tjikuzu scheiterte nur Zentimeter am linken Pfosten. Schlusspfiff und nun schon zum dritten Male hintereinander ohne Sieg.

ANDREAS STEINBORN

Bundesliga 2003/04, 29. Spieltag
1. FC Kaiserslautern - FC Hansa Rostock 3:2 (2:1)

Rostock: Schober - Persson (84. Meggle) - Möhrle, K. Madsen - Tjikuzu, Maul (78. Arvidsson) - Lantz - Rydlewicz, Plassnegger - Max, Di Salvo (46. Prica).

Tore: 1:0 Bjelica (32.), 2:0 Hristov (36.), 2:1 Rydlewicz (37.), 2:2 Rydlewicz (71.), 3:2 Lokvenc (75.).

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart).

Zuschauer: 34 884 im Fritz-Walter-Stadion.

Rote Karte: Gernot Plassnegger (21., grobes Foulspiel).

Gelbe Karten: Hristov, Wenzel, Bjelica - Tjikuzu, Di Salvo, Möhrle.

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