Jetro Willems: Welpenschutz oder Senkrechtstarter?

Die Niederländer konnten bisher bei dieser EM wenig überzeugen, man könnte sogar von der größten Enttäuschung des Turniers sprechen. Doch gerade im Leistungssport ist ein negativer Trend oft die Chance für junge Spieler sich ins Rampenlicht zu spielen. Mit ihrer Unbekümmertheit haben sie ein ums andere Mal tot geglaubte Teams mit Leben erfüllt.

Jetro Willems, 2011

Jetro Willems, 2011 (Foto: nikontino / flickr.com)

Genau diesen Effekt erhofft man sich nun vom 18-jährigen Jetro Willems, dem jüngsten Teilnehmer dieser Europameisterschaft. Der Linksverteidiger hat bisher als einer der Wenigen überzeugt und Spielern wie Thomas Müller Paroli geboten. Der junge Defensivspezialist entstammt der ruhmreichen Talentschmiede von Sparta Rotterdam und debütierte für den Klub im Alter von 16 Jahren in der zweiten Holländischen Liga. Derart früh ins Haifischbecken des Profifußballs geworfen, meisterte er seine Aufgaben derart solide, dass die Topadressen des niederländischen Fußballs Schlange standen. Im Sommer 2011 wechselte Willems dann nach Eindhoven zum PSV. Mit gerade mal 17 Jahren, sechs Monaten und 24 Tagen gab er dann sein Debüt in der Eredivisie. Mittlerweile kann er amtliche 20 Ligaeinsätze und neun Länderspiele vorweisen. Weiterlesen