Deutschland in der FIFA-Weltrangliste hinter Europameister Spanien

Kurzmitteilung

Die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine ist beendet und hinterließ deutliche Spuren in der aktuellen Fußball-Weltrangliste der FIFA. Spanien führt souverän, Deutschland überholte Uruguay und schob sich auf den zweiten Rang.

Deutschland EM 2012Europameister Spanien baute seine Spitzenposition nach dem Titelgewinn weiter aus, EM-Finalist Italien schaffte den Sprung unter die besten zehn Mannschaften und kletterte auf den sechsten Rang. Die beiden Halbfinalisten Portugal und Deutschland etablierten sich auf dem fünften und zweiten Platz der Rangliste. Vier Positionen abwärts ging es hingegen für das schwächelnde Team der Niederlande, die sich nach der enttäuschenden EM 2012 auf dem achten Platz wiederfinden.

In den vergangenen Wochen wurden 133 Länderspiele ausgetragen, wovon 31 auf die Europameisterschaft, 60 auf die WM-Qualifikation, 15 auf die afrikanische Kontinentalqualifikation und die restlichen 27 auf Freundschaftsspiele entfielen.

FIFA-Weltrangliste vom 4. Juli 2012

Rang Nation Punkte
1. Spanien 1691
2. Deutschland 1502
3. Uruguay 1297
4. England 1294
5. Portugal 1213
6. Italien 1192
7. Argentinien 1095
8. Niederlande 1079
9. Kroatien 1050
10. Dänemark 1017
11. Brasilien 1012
12. Griechenland 1003
13. Russland 981
14. Frankreich 980
15. Chile 961
16. Elfenbeinküste 939
17. Schweden 909
18. Tschechische Republik 854
19. Mexiko 832
20. Japan 829
21. Schweiz 828
22. Kolumbien 814
23. Australien 807
24. Norwegen 780
25. Paraguay 772
26. Republik Irland 762
27. Ecuador 752
28. Korea Republik 740
29. Türkei 735
30. Bosnien-Herzegowina 729
46. Ukraine 621
….
54. Polen 560

Quelle: FIFA.com

Gruppe B: Deutschland und Portugal im Viertelfinale

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In Gruppe B erreichten am Abend Deutschland und Portugal das Viertelfinale der EM 2012. Während die Portugiesen die Niederlande mit 2:1 (1:1) besiegten, bezwangen die Deutschen Dänemark ebenfalls mit 2:1 (1:1).

Mario Gomez Nationalmannschaft Deutschland EM 2012

Mario Gomez ist der erfolgreichste deutsche Torschütze bei der EM 2012. (Foto: Pressefoto Ulmer, dts Nachrichtenagentur)

Gegen starke Dänen, die sich vor allem kämpferisch in Topform zeigten, mussten die Deutschen lange auf das erlösende Tor warten. Erst in der 80. Spielminute traf der Debütant Lars Bender zum entscheidenen 2:1. Zuvor sorgten Lukas Podolski mit seinem 44. Tor im 100. Länderspiel (9.) und Michael Krohn-Dehli (24.) für ein bis dahin leistungsgerechtes 1:1. Am Ende setzte sich mit der DFB-Elf die spielerisch bessere Mannschaft verdient durch und trifft nun im Viertelfinale auf Griechenland.

Superstar Ronaldo trifft und dreht die Partie für Portugal

Im zweiten Spiel schlugen die Portugiesen die am Ende punktlosen Niederländer mit 2:1 (1:1) und buchen damit ebenfalls das Ticket für das Viertelfinale. Zunächst gingen die Oranjes durch einen sehenswerten Treffer von Kapitän Rafael Van der Vaart mit 1:0 in Führung (11.), doch durch zwei Treffer von Superstar Christiano Ronaldo (28., 74.) konnten die Portugiesen das Spiel zu ihren Gunsten drehen. Die Mannschaft um Trainer Paulo Bento bekommt es nun mit Tschechien zu tun.

EM-Twitter-Schau: Krake Hans Sarpei, Stauwarnung dank Wohnwagenwelle und lecker Gouda zum Frühstück

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Der EM-Fußball-Klassiker Deutschland vs. Holland im Twitter-Rückblick. Wie erlebten die Twitterer das Nachbarschaftsduell?

Welche Erkenntnisse ziehen wie daraus und wie kam Hans Sarpeis Tipp (Nennt mich Krake Paul) zustande? Holger Badstuber braucht übrigens keinen Stahlhelm, die Wohnwagenwelle rollt und Gauda schmeckt am Morgen danach besonders lecker.

Da geht noch was…

http://twitter.com/ZeuxSchreiber/status/213225693335666688

http://twitter.com/tasyasaragih/status/213217225484681216

EM 2012: Bundestrainer Joachim Löw schlägt Balljungen den Ball weg

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Bundestrainer Jogi Löw wirkte in der zweiten Partie der Deutschen gegen die Niederlande von Beginn an locker und gut drauf. Beim Spielstand von 0:0 schlenderte er in der 22 Minute kaugummikauend und haarerichtend von seiner Coaching-Zone in Richtung Spielfeld. Sein Blick gerichtet auf einen Ball — den von einem ukrainischen Balljungen, der ihn unter dem Arm geklemmt festhielt. Jogi nahm Maß, kickte den Tango 12 mit der Hand nach vorne und grinste sich eins.

http://www.youtube.com/watch?v=qSyd6Q3GWLo

ZDF-Reporter Béla Réthy sprach in dieser Szene von einem gestern im Training sehr, sehr ernsten Eindruck, den der Bundestrainer hinterlassen hatte. Das Spiel seiner Mannschaft schien diese Ernsthaftigkeit aufgelöste zu haben. Am Ende siegte seine Elf mit 2:1 und sicherte sich die alleinige Tabellenführung in der Gruppe B. Die Oranje von Bondscoach Lambertus „Bert“ van Marwijk stehen nach dem zweiten Spieltag mit null Punkten dar und haben nur noch theoretische Chancen auf das Viertelfinale der EM 2012.

Nachtrag: Die Löw-Balljungen-Szene entstand bereits vor Anpfiff der Partie und wurde in der 22. Spielminute eingespielt. Das ZDF hat bereits seinen Protest eingelegt.

Jetro Willems: Welpenschutz oder Senkrechtstarter?

Die Niederländer konnten bisher bei dieser EM wenig überzeugen, man könnte sogar von der größten Enttäuschung des Turniers sprechen. Doch gerade im Leistungssport ist ein negativer Trend oft die Chance für junge Spieler sich ins Rampenlicht zu spielen. Mit ihrer Unbekümmertheit haben sie ein ums andere Mal tot geglaubte Teams mit Leben erfüllt.

Jetro Willems, 2011

Jetro Willems, 2011 (Foto: nikontino / flickr.com)

Genau diesen Effekt erhofft man sich nun vom 18-jährigen Jetro Willems, dem jüngsten Teilnehmer dieser Europameisterschaft. Der Linksverteidiger hat bisher als einer der Wenigen überzeugt und Spielern wie Thomas Müller Paroli geboten. Der junge Defensivspezialist entstammt der ruhmreichen Talentschmiede von Sparta Rotterdam und debütierte für den Klub im Alter von 16 Jahren in der zweiten Holländischen Liga. Derart früh ins Haifischbecken des Profifußballs geworfen, meisterte er seine Aufgaben derart solide, dass die Topadressen des niederländischen Fußballs Schlange standen. Im Sommer 2011 wechselte Willems dann nach Eindhoven zum PSV. Mit gerade mal 17 Jahren, sechs Monaten und 24 Tagen gab er dann sein Debüt in der Eredivisie. Mittlerweile kann er amtliche 20 Ligaeinsätze und neun Länderspiele vorweisen. Weiterlesen