Rekord: Europameister Spanien dominiert Finale gegen Italien

Das beste zum Schluss. Welt- und Europameister Spanien dominierte im Finale der EM 2012 Italien beim 4:0 (2:0) nach belieben und verteidigte erstmal seinen Titel. Europameister, Weltmeister, Europameister, so die Stationen, ein lupenreiner Hattrick, der Spanier seit 2008. Mit Champions-League-Sieger Fernando Torres stellte die Rote Furier zudem den Torschützenkönig der UEFA Euro 2012.

EM-Finale Spanien Italien EM 2012

EM-Finale: Spanien vs. Italien 2012 (Foto: Arvedui89 / Wikimedia Commons)

Von Beginn an zeigten die Spanier im Endspiel in welche Richtung diese Finalreise ging. David Silva per Kopf (14.) und Jordi Alba (41.) stellten bereits im ersten Durchgang die Weichen sehenswert auf Sieg. In der zweiten Hälfte dezimierten sich die Italiener nach einer Verletzung von Thiago Motta drei Minuten nach seiner Einwechslung selbst. Zu zehnt, da das Wechselkontingent ausgeschöpft war, mussten sie anschließend noch zwei Kontertreffer der eingewechselten Chelsea-Kicker Fernando Torres (84.) und Mata (88.) zum höchste EM-Endspielergebnis aller Zeiten hinnehmen.

Apropos Rekorde: Spaniens Kapitän und Torhüter Iker Casilla bekam im gesamten Turnier nur einen Gegentreffer und hielt in den letzten zehn K.O.-Spielen die Null. Mit drei EM-Titeln (1964, 2008 und 2012) zogen die Südeuropäer mit Deutschland gleich.

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Italien vs. Spanien: Wer ist der Favorit?

Heute Abend steigt das Finale der EM 2012 in Polen und der Ukraine. Austragungsort des Endspiels ist die ukrainische Hauptstadt Kiew.

In einem alten Klassiker stehen sich dabei die Spanien und Italien gegenüber, welche bisher eines der besten Spiele dieses Turniers gezeigt haben. Taktisch hochtrabend und voller Leidenschaft war es auch neutralen Zuschauern vergönnt sich an diesem Spiel zu erfreuen. Vergleicht man beide Teams erkennt man viele Parallelen und zugleich wesentliche Unterschiede die auf ein hochklassiges Finale hoffen lassen.

Finale Spanien Italien EM 2012

Vorfreude auf das EM-Finale 2012: Spanien gegen Italien (Foto: Arvedui89 / Wikimedia Commons)

Torhüter mit von Weltklasseformart

Auf der Torhüterposition haben beide Seiten Spieler von Weltklasseformat. Mit Buffon und Casillas verfügen beide Nationalmannschaften über erfahrene Goalies mit starken Reflexen auf der Linie, aber Schwächen in der Strafraumbeherrschung. Im Vergleich zu den modernen Torhütern fällt bei Beiden auf, dass Spieleröffnung und technisches Vermögen limitiert sind.

Spanische Defensive mit Vorteilen

Im Abwehrbereich darf man getrost den Spaniern einen Vorteil unterstellen. Sergio Ramos und Pique gehören zu den besten Innenverteidigern der Welt. Mit Jordi Alba verfügt man zudem über den kommen Star auf der Linksverteidigerposition. Er ist schnell, technisch begabt und taktisch gut geschult. Auf der Position des RV findet man vielleicht die einzige Schwäche im Team der Spanier. Arbeloa ist ein disziplinierter Aufräumer, es mangelt ihm aber an Technik und Offensivdrang. Bei den Italienern ist ein klarer Abwärtstrend in der Qualität der Defensivspieler zu erkennen. Einst begeisterten Maldini, Nesta oder Zambrotta die Fußballwelt, jetzt ist man mit Spielern wie Barzagli und Balzaretti eher durchschnittlich besetzt. Einzig Abate konnte im bisherigen Turnierverlauf überzeugen und sich immer wieder effektiv in die Offensivbewegungen einschalten.

Mittelfeld ist Prunkstück beider Teams

Das Mittelfeld, Prunkstück beider Mannschaften. Iniesta, Xavi, Xabi Alonso, Sergi Busquets und David Silva. Das sind noch längst nicht alle und doch hat man das Gefühl die gesamte Elite des Weltfußballs in einer Elf zu finden. Die extrem hohe individuelle Klasse jedes Einzelnen, gekrönt von der Positionsvariablität, lässt Fußballerherzen höher schlagen. Auch ein Cesc Fabregas darf dieser Liste ohne Probleme beigefügt werden, zeigt er doch gerade bei diesem Turnier seine Vielseitigkeit im Sturmzentrum! Doch auch Italien kann mit Andrea Pirlo, Daniele De Rossi und Thiago Motta mit drei Kalibern aufwarten. Kaum eine Mittelfeldachse ist derart begabt im Zustellen der zentralen Raumes. Allerdings fehlt es der „Squadra Azzurra“ an Alternativen sobald einer dieser Eckpfeiler fehlt. Klarer Vorteil Spanien.

Angriff mit Fragezeichen

Im Angriff darf man gespannt sein ob Mario Balotelli weiter so brilliert wie bisher. Mit seinen 21 Jahren ist er bereits ein kompletter Stürmer dem es, abgesehen von disziplinarischen Verfehlungen, an nichts fehlt. Im Spielsystem mit nur einer echten Spitze scheint er momentan das Maß aller Dinge zu sein. La Furia Roja geht auf dieser Position einen anderen Weg. Im Gegensatz zu den Italienern ist man taktisch flexibel und in der Lage sich ideal auf den Gegner einzustellen. In Fernando Torres hat man einen klassischen Stürmer, mit Fernando Llorente einen sogenannten Sturmtank und mit Cesc Fabregas die spielerische Variante in der das Mittelfeld bevorzugt zum Abschluss kommt. Dennoch ist momentan ein Balotelli in Topform als stärker zu bewerten, von daher Italien im Vorteil.

Halbfinale: Spanien schleicht gegen Portugal ins EM-Finale 2012

Kurzmitteilung

Der Welt- und Europameister Spanien ist seiner Titelverteidigung ein Stück näher gerückt. Die Furia Roja besiegte im ersten Halbfinale der EM 2012 Portugal im Elfmeterschießen mit 4:2. Nach 120 Minuten blieben beide Iberer torlos.

Portugal EM 2012

Portugal bei der EM 2012 (Foto: C.A.M.Stephens / flickr.com)

Spanien spielte die gesamten Spielzeit statisch wie lange nicht. Die Portugiesen verpassten kurz vor Schluss durch Christiano Ronaldo die Siegchance und brachten die Spanier mehrfach ins Wanken. Den Elfmeterkrimi beendete Cesc Fàbregas vom FC Barcelona mit seinem entscheidenden Treffer und ließ die spanischen Fans jubeln.

Spanien kann somit als erste Mannschaft seinen EM-Titel am 1. Juli in Kiew verteidigen.

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Gruppe C: Spanien deklassiert Irland

Kurzmitteilung

Im Abendspiel der Gruppe C fertigten klasse aufgelegte Spanier die vollkommen überforderten Iren mit 4:0 (1:0) ab. Es war eine Demonstration höchster Fußballkunst im Umgang mit Ball und Gegner. Die Iren waren 90 Minuten lang chancenlos und am spanischen Strafraum quasi nie anzutreffen. Zwar stand es zur Pause nur 1:0 durch einen Treffer von Fernando Torres (4.), doch wusste man zu jedem Zeitpunkt des Spiels, dass es dabei nicht bleiben würde. So klingelte es wenig überraschend bereits in der 49. Spielminute erneut im Tor von Keeper Shay Given. David Silva ließ seine fußballerischen Qualitäten aufblitzen und spielte mit der gesamten Defensive Katz und Maus. Spätestens zu diesem Zeitpunkt vermochte selbst der größte Optimist nicht mehr über einen möglichen Punktgewinn Irlands nachzudenken. Weitere Treffer durch Fernando Torres (70.) und den eingewechselten Cesc Fabregas (83.) sorgten für klare Verhältnisse.

http://www.youtube.com/watch?v=BVcFOvUhhT8

Für eine atemberaubende Atmosphäre sorgten die irischen Fans auch beim Spielstand von 0:4 mit dem Klassiker »The Fields of Athenry«. ARD-Kommentator Tom Bartels schwieg minutenlang, bis zum Abpfiff. Danke!