Deutsche Nationalmannschaft

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist mit drei Titeln (1972, 1980, 1996) aus sechs Endspielteilnahmen die erfolgreichste europäische Nationalmannschaft. Die bundesdeutsche Auswahl konnte sich seit 1972 als einziges Team für alle EM-Endrunden qualifizieren und ist damit auch die Mannschaft mit den meisten Teilnahmen.

Erster EM-Titel bei erster Teilnahme

Bei den ersten Turnieren 1960 und 1964 war man an einer Teilnahme noch nicht interessiert, da Bundestrainer Sepp Herberger sich durch die EM beim Aufbau für die WM gestört fühlte. Erst unter seinem Nachfolger Helmut Schön wollte sich die Mannschaft erstmals für die EM 1968 qualifizieren, scheiterte aber dabei. Bei der ersten gelungenen Qualifikation 1972 wurde gleich der erste Titel gewonnen.

Dreimal schied man in der Vorrunde aus (1984, 2000 und 2004), immer als Titelverteidiger und/oder Vizeweltmeister. Als Weltmeister wurde immer der zweite Platz bei der folgenden Europameisterschaft belegt (1976 und 1992). Nach dem Ausscheiden in der Vorrunde kam es jeweils zu Trainerwechseln. Im ersten Spiel der Endrunde der EM 2008 konnte Deutschland erstmals nach zwölf Jahren wieder ein Spiel bei einer Endrunde gewinnen; bei den Turnieren 2000 und 2004 war die Mannschaft sieglos geblieben.

Neben Gerd Müller (1972) konnten auch Dieter Müller (1976), Klaus Allofs (1980) und Karl-Heinz Riedle (1992) Torschützenkönig eines Turniers werden.